Zahnspange für Kinder (Kieferorthopädie)

Die häufigste Behandlungsmethode von Zahn- und Kieferfehlstellungen ist die Behandlung mit Zahnspangen. Bei Kindern sind beide Arten von Fehlstellungen mit Hilfe von Zahnspangen behandelbar. In der Wachstumsphase ist meist keine kieferchirurgische Behandlung des Kiefers notwendig.

Der optimale Behandlungszeitpunkt ist so früh wie möglich, jedenfalls noch in der Wachstumsphase der Zähne, da diese dann besser korrigiert werden können. Es sollten grundsätzlich die bleibenden Zähne korrigiert werden. Ideal ist meist ein Alter um die 12 Jahre. Jedoch ist dies individuell festzulegen.

Ziel ist eine schöne und gleichmäßige Ausrichtung der Zähne. Es können ganze Zahnreihen in die richtige Position geschoben werden, aber auch einzelne Zähne aufgerichtet bzw. verschoben werden. Eine Zahnspange kann aber auch im Kiefer beheimatete, für das Auge unsichtbare Fehler wie z. B. einen falschen Biss (siehe auch Kiefergelenkdiagnostik) beheben.

Verschiedene Arten von Zahnspangen für Kinder:

  • herausnehmbare Zahnspangen
  • festsitzende Zahnspangen
  • Metallbrackets,
  • Keramikbrackets
  • Kunststoffbrackets
  • Zahnvorderfront-Zahnspangen und
  • Lingual-Zahnspangen (Innenseite der Zähne) sowie
  • Invisalign® (meist nur bei Jugendlichen / Erwachsenen)

Welche Art von Zahnspange die beste für Ihr Kind ist, lässt sich nur anhand der individuellen Gebisssituation des Kindes in Zusammenarbeit mit dem Kieferorthopäden abklären.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Beim ersten Termin mit dem Kieferorthopäden wird die Behandlungsnotwendigkeit überprüft. Bei massiven Zahnfehlstellungen bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung eine Behandlung beim Kieferorthopäden komplett.

Als medizinisch notwendig gilt eine Korrektur der Zähne und des Kiefers, wenn das Kauen, Beißen, Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt wird oder die Fehlstellung in Zukunft Probleme machen könnte. Die Krankenkassen tragen

  • 80% der Behandlungskosten für Kinder und Jugendliche.
  • 20% muss der Versicherte zunächst als Eigenanteil selbst bezahlen.

Wird die Behandlung erfolgreich abgeschlossen, erstatten die Krankenkassen den Eigenanteil wieder zurück.

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